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DIVI 4 / 2020, Seite 192, Wissenschaft

Rainer Kollmar

Neurologische Manifestation der COVID-19-Erkrankung

Neurological manifestation of COVID-19 disease

Zusammenfassung
In der vorliegenden Übersichtsarbeit werden neurologische Symptome und Erkrankungen assoziiert zur COVID-19-Erkrankung diskutiert. Ursachen einer neurologischen Manifestation von COVID-19 stellen möglicherweise die Aktivierung von ACE2-Rezeptoren sowie ein Zytokinsturm dar. Häufig kommt es zu Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns, die sogar mit kranialen MRT-Veränderungen einhergehen. Kopfschmerzen und Benommenheit sind neben diffusen Hirnfunktionsstörungen bis hin zum Koma ebenfalls beschrieben. Die Intensivpflichtigkeit schwer betroffener Patienten erschwert die Abschätzung der genauen Inzidenz und des Verlaufs zerebraler Manifestationen. Muskuläre Beschwerden bis hin zur Rhabdomyolse sind ebenfalls beschrieben.
COVID-19 führt möglicherweise zu einer erhöhten Rate von Schlaganfällen, deren Ursache mit einer COVD-19-induzierten Koagulopathie zusammenhängt. Insbesondere große Kliniken haben erhebliche logistische Herausforderungen durch die Beeinflussung zeitkritischer Abläufe in Diagnostik und Therapie durch COVID-19 zu bewältigen. Ob COVID-19 zu Langzeitschäden führt, ist aufgrund der limitierten Datenlage und kurzen Beobachtungszeit seit Beginn der Pandemie noch unklar.
Summary: Neurological symptoms and diseases associated to COVID-19 disease appear often and are therefore discussed in the recent review. Activation of ACE-2 receptors and a cytokine storm are two major factors which might contribute to neurological manifestations of COVID-19. Olfactory and gustatory dysfunction are reported very often and are even associated with cerebral MRI alterations. Headache and cognitive dysfuntion are frequent, the level of consciousness might be reduced even to a comatouse level. Since severely affected patients require intensive care, further diagnostic workup is complicated. Therefore, recent publications might even underestimate incidence and severity of neurological complications. COVID-19 often leads to muscle pain and sometimes is complicated by rhabodomylosis. Stroke care is influenced by COVID-19, since acute ischemic and hemorrhagic stroke require a fast and sufficient work-up and therapy. The incidence of stroke is considered to be increased, since COVID-19 leads to coagulopathy. So far, it remains unclear whether COVID-19 leads to longterm neurological disability.
Keywords: coronavirus; complication; neurology; hyposmia; encephalopathy; stroke

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Ausgabe 4 / 2020
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