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DIVI 3 / 2020, Seite 116, Wissenschaft

Stefan Meier1, Friedemann Nauck2

Aspekte der Palliativmedizin für die Intensivmedizin

Aspects of Palliative Care for Critical Care

Zusammenfassung
Bei Patienten in der Intensivmedizin kann aufgrund des Krankheitsverlaufs oder ihrer Grunderkrankung eine palliativmedizinische Mitbehandlung sinnvoll sein. Eine frühzeitige Einbeziehung der Palliativmedizin, die sich an Triggerfaktoren orientiert, hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen. Die Begleitung schwer kranker und sterbender Patienten bleibt dabei jedoch eine Grundaufgabe für jede Ärztin und jeden Arzt. Die palliativmedizinische Mitbehandlung bietet darüber hinaus Unterstützungsangebote für Patienten und Zugehörige, eine Mitwirkung bei der Symptomkontrolle und Hilfen bei der Therapiezielfindung und Vorsorgeplanung. Eine Abgrenzung zu Unterstützungsangeboten der klinischen Ethik ist sinnvoll. Die frühzeitige Erstellung von Patientenverfügungen in Form von Advance-Care-Planning-Dokumenten kann eine Verbesserung von gesundheitlicher Vorausplanung gerade bei Intensivpatienten im Vergleich zu herkömmlichen Patientenverfügungen ermöglichen. Aktuell erlangt diese Form der Vorsorgeplanung im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie eine besondere Bedeutung. Für eine palliativmedizinische Unterstützung in der Intensivmedizin werden integrative und konsultative Modelle vorgeschlagen, wobei sich auch die Kombination beider Modelle bewährt hat. Intensivpatienten mit nicht-malignen Erkrankungen profitieren von palliativmedizinischer Unterstützung. Ein verstärktes Bewusstsein über den Nutzen einer palliativmedizinischen Mitbehandlung bei Behandlern, Patienten und deren Zugehörigen trägt dazu bei, die Bedürfnisse der Patienten zu erkennen und diese Angebote besser zu nutzen. Die Auswirkungen einer Intensivbehandlung auf Patienten und deren Zugehörige geraten zunehmend in den Fokus des Interesses.
Summary: Depending on the course of critical care treatment or underlying diseases, patients in critical care may benefit from simultaneous palliative care treatment. An early integration of palliative care, based on trigger factors, has proven advantageous. However, providing support for serious ill or dying patients remains a basic task for every physician. Incorporating palliative care offers additional support for families and relatives, helps with symptom control and contributes to discussions about goals of treatment and advance care planning, whereby keeping this distinct from supportive measures of clinical ethics is sensible. Especially for patients in critical care, the early preparation of advance care planning documents can provide clear advantages over the formulation of conventional living wills. Currently, during the SARS-CoV-2 pandemic, this form of health care planning is highly topical. Palliative care involvement can be organised in integrative and consultative models, whereby often a combination of both has proven its worth. Patients with non-malignant diseases may also benefit from palliative care support. Improved awareness of the value of palliative care involvement contributes to recognizing needs and leads to better utilisation of these treatments on offer for carers, patients and their families. Long term implications of critical care treatment are increasingly becoming a matter of concern.

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Ausgabe 3 / 2020
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