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DIVI 3 / 2020, Seite 134, Wissenschaft

Svenja Wildfeuer1, Patrick van Caster1, Thomas Standl1

End-of-life Decisions und Advance Care Planning auf der Intensivstation

End-of-life Decisions and Advance Care Planning in the Intensive Care Setting

Zusammenfassung
Patienten in hochtechnisierten Ländern werden, was ihre Vorstellungen einer medizinischen Therapie betrifft, immer selbstbestimmter. Obwohl ein zunehmender Anteil von Patienten, insbesondere höheren Alters, heutzutage eine Patientenverfügung hat, ist diese − auch und gerade im Hinblick auf intensivmedizinische, lebensverlängernde Maßnahmen − oftmals zu unkonkret und somit wenig hilfreich. Auch im Falle einer Vorsorgevollmacht sind Angehörige oder Betreuer bei End-of-life Decisions häufig überfordert. Obwohl die Begrifflichkeit der End-of-life-decision seit Jahren definiert ist, die rechtliche Grundlage hierfür eine solide Arbeitsbasis bietet und zusätzlich in den letzten Jahren von verschiedenen Fachgesellschaften wertvolle Stellungnahmen und Leitlinien publiziert wurden, bedeutet eine Therapiebegrenzung für das Behandlungsteam nach wie vor eine belastende Situation. Ein zukunftsweisender Ansatz, um bereits frühzeitig bei gravierenden Erkrankungen Festlegungen im Sinne einer Therapiebegrenzung zu treffen, ist das Advance-Care-Planning(ACP)-Konzept in der Intensivmedizin. Dieses ist im Gegensatz zur Patientenverfügung ein Kommunikations-basiertes, interprofessionelles und dynamisches Konzept. Da hierfür zahlreiche interdisziplinäre Gespräche und viel Dokumentation notwendig sind und dieser Aufwand in den intensiv-medizinischen Pauschalen nicht berücksichtigt wird, hat sich ACP bisher nicht flächendeckend durchsetzen können. Weitere fachübergreifende Anstrengungen sind daher notwendig, um dieses wichtige Instrument standardisiert und flächendeckend in der näheren Zukunft umzusetzen.
Schlüsselwörter
Ethik; Ethikkomitee; Entscheidung am Lebensende; Intensivmedizin; Übertherapie; Therapiebegrenzung; Patientenverfügung; Patientenwille; BVP Behandlung im Voraus planen; Palliativmedizin
Zitierweise
Wildfeuer S, van Caster P, Standl T: End-of-life Decisions und Advance Care Planning auf der Intensivstation. DIVI 2020; 134–141 DOI 10.3238/DIVI.2020.0134–0141
Summary: Patients in highly developed countries have a continuously increasing interest in self-determination concerning their medical treatment especially in case of end-of-life decisions. On the other hand documented patient`s last will often is not helpful in terms of treatment strategies and decisions under intensive care conditions. Advance care planning is a new concept to avoid overtreatment at the end of life. In several interdisciplinary discussions goals and preferences for future treatments will be defined with the patient. Although additional resources of time and manpower of health care providers are needed for the implementation and development of ACP, this helpful intervention can improve quality of end of life and should therefore be established for patients in the ICU.
Keywords: ethics; ethics committee; end-of-life-decision; intensive care; overtreatment; treatment limitation; patient`s last will and testament; advance care planning; palliative care

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Ausgabe 3 / 2020
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