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DIVI 2 / 2020, Seite 88, Wissenschaft

Jochen Hinkelbein1, 2, Jan Schmitz1, 2, 3, Steffen Kerkhoff1, 2, 3, Tobias Warnecke4

Atemwegsmanagement in der Raumfahrt und in Schwerelosigkeit

Airway management for spaceflight and in microgravity

Zusammenfassung
Zukünftig werden Raumfahrtmissionen (Langzeitflüge) zum Mond oder Mars durchgeführt werden. Langzeitmissionen gehen mit einem erhöhten medizinischen Risiko einher und die autarke Crew muss alleine und ohne Hilfe von außen Notfälle beherrschen. Atemwegsmanagement stellt hierbei eine Kernkompetenz für viele Notfälle dar. Bisher wurden 3 Studien (Originalarbeiten) durchgeführt, 2 davon während Parabelflügen und eine unter Wasser. Unter „free floating“-Bedingungen war die Erfolgsrate zur Insertion eines supraglottischen Atemwegshilfsmittels (SGA) hervorragend (91–97 %). Die Erfolgsrate einer konventionellen Laryngoskopie war unter „free floating“-Bedingungen wesentlich schlechter und betrug 15–86 %. Für die Sicherung des Atemweges in Schwerelosigkeit z.B. im Rahmen einer Allgemeinanästhesie ist es essenziell, dass der Anwender ausreichend gut trainiert ist und der Patient im Optimalfall fixiert ist. Die Verwendung eines SGA scheint in Schwerelosigkeit wesentlich einfacher zu sein.
Schlüsselwörter
Atemwegsmanagement, Weltall, Luft- und Raumfahrtmedizin, Schwerelosigkeit, Anästhesie
Zitierweise
Hinkelbein J, Schmitz J, Kerkhoff S, Warnecke T: Atemwegsmanagement in der Raumfahrt
und in Schwerelosigkeit. DIVI 2020; 11: 88–93
DOI 10.3238/DIVI.2020.0088–0093
Summary: In the near future, space programs will shift their focus towards long-duration interplanetary missions, in particular to the Moon and Mars. These exploration missions will be associated with an increased risk of acute medical problems, which will need to be handled by an autonomous crew operating in extreme isolation. An important skill in emergencies is represented by airway management. Screening of literature identified three randomized comparative manikin studies, two of them during parabolic flights, one in a submerged setup. Under free-floating conditions, the insertion success rate of supraglottic airway devices (SGA) was excellent (91–97 %). Artificial ventilation could be successfully achieved in weightlessness while using a SGA. The success rate of conventional laryngoscopy under free-floating conditions fluctuated between 15–86 %. It appears possible to safely manage the airway in weightlessness, provided that certain conditions are ensured, such as restraining the patient and operator for conventional orotracheal intubation. If airway protection is required with endotracheal intubation, both the operator and the patient should be restrained.
Keywords: airway management, space, aerospace, microgravity, weightlessness, anesthesia, systematic review

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