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DIVI 1 / 2013, Seite 28, Wissenschaft

S. Schröder1, O. Schroeder1, A. Hohn1

Postpylorische Ernährungssonden zur enteralen Ernährung bei Intensivpatienten mit erhöhtem gastralen Reflux

Post-pyloric nutritional tubes for enteral nutrition in intensive care patients with increased gastric reflux

Intensivpatienten scheinen von einer frühen enteralen Ernährung zu profitieren. Die Zufuhr enteraler Ernährungslösungen erfolgt dabei in der klinischen Praxis am häufigsten über gastrale Ernährungssonden. Bei prolongierter gastraler Atonie, wie sie beim Intensivpatienten häufig anzutreffen ist, kann Sondenkost auch über postpylorische Ernährungssonden zugeführt werden. Diese können intraoperativ als Jejunalfisteln, bettseitig ohne technische Hilfsmittel oder im Rahmen einer Endoskopie platziert werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, minimalinvasiv mit einer elektromagnetischen Methode Corflo-Tube-Sonden zu legen. Dabei handelt es sich um ein in Deutschland neuartiges System zur bettseitigen Platzierung von postpylorischen Ernährungssonden ohne Endoskopie: die Platzierung erfolgt mit Unterstützung eines Detektors und Monitors, auf dem der Verlauf der magnetisierten Spitze vom Mandrin beim Vorschieben mit dem Ziel der postpylorischen Positionierung abgebildet wird. Durch ihre einfache Handhabung und schnelle Verfügbarkeit stellen die Corflo-Tube-Sonden eine Alternative zu aufwändigeren Verfahren dar und haben auch als Versuch bei fehlender Möglichkeit der endoskopischen Anlage postpylorischer Sonden, z.B. am Wochenende oder bei logistischen Engpässen, eine gerechtfertigte Indikation.
Intensive care patients apparently benefit from early enteral nutrition. In clinical practice, enteral nutrition mostly is administered through gastral tubes. However, increased gastral reflux and atonia can make gastral feeding impossible. In these cases, enteral feeding can take place through post-pyloric feeding tubes. These can be positioned intraoperatively as jejunal fistulas, at the bedside without technical assistance or in the course of endoscopy. On the other hand, the electromagnetic method with Corflo tube probes offers a mini-mally invasive procedure for inserting a nutritional probe, which is novel in Germany. This system permits bedside positioning of nutritional probes without endoscopy, using a detector and a monitor, which maps the path of the magnetic tip of the mandrin as it is pushed forward towards its post-pyloric position. As it is easy to handle and rapidly available, the Corflo tube probe offers an alternative to more tedious procedures. It is also justified to attempt this procedure if endoscopic insertion of a post-pyloric probe is impossible, for example, during the weekend or when there are logistic bottlenecks.

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Ausgabe 1 / 2013
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