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DIVI 1 / 2013, Seite 7, Wissenschaft

R. Nusser-Müller-Busch1

Schluckstörungen auf der Intensivstation: Atmen und Schlucken – eine vitale Beziehung

Swallowing disorders in the ICU: Breathing and swallowing – a vital relationship

Hintergrund: Schlucken ist eine Vitalfunktion, die beim intensivpflichtigen Patienten oft infolge Verschlechterung des Allgemeinzustandes gestört werden kann. Schluckstörungen unterschiedlichster Genese können Dehydratation, Mangelernährung und Aspirationen auslösen. Eine Extubation bei gestörter Schluckfunktion und reduzierter Atemmechanik birgt die Gefahr unnötiger komplikationsreicher und kostenträchtiger Re-Intubation.
Design: In diesem Artikel werden Faktoren aufgezeigt, die beim intensivpflichtigen Patienten Schluckstörungen auslösen oder verstärken können. Aspekte aus dem teambasierten Konzept der Facio-Oralen Trakt Therapie (F.O.T.T.) werden vorgestellt: u. a. das taktile Anbahnen von Schluckbewegungen, die Voraussetzungen für orale Nahrungsgaben sowie ein therapeutisches Trachealkanülen-Management.
Schlussfolgerungen: Um Komplikationen im Zusammenhang mit Dysphagien zu vermeiden, müssen die Atem-Schluck-Koordination, das Zusammenspiel der fazio-oralen Funktionen gefördert werden. Der Schutz der unteren Atemwege beim Entwöhnen von der Trachealkanüle ist zu prüfen. Die Behandlung von Schluckstörungen erfordert Schulung und Expertise des multidisziplinären Teams und die gemeinsame Arbeit am Patienten.
Background: Swallowing is a vital function that can respond to the deterioration of general health conditions. But in critically ill patients also medical procedures can trigger or amplify swallowing disorders. Intensive care procedures like endotracheal airway-management can affect vigilance, the ability to swallow and swallowing frequency. Swallowing disorders of various origins can cause dehydration, malnutrition and aspiration. Extubation in situations with impaired swallowing and reduced respiratory function involves the risk of life-threatening conditions leading to unnecessary, expensive re-intubation.
Design: In this article signs and conditions in critically ill patients that can lead to swallowing disorders are shown. Tools of the Facial-Oral Tract Therapy (F.O.T.T. ), a team-based approach, are presented, focusing on tactile facilitation of swallowing movements, prerequisites for food intake and a structured weaning-management from a cuffed tracheostomy tube.
Conclusions: The breathing-swallowing coordination, the interaction of facial-oral sequences and the protection of the lower respiratory tract in weaning from the tracheostomy tube have to be evaluated. They should be promoted to avoid complications after decannulation. Expertise and education of the multidisciplinary team and interdisciplinary collaboration is needed to improve clinical outcome.

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Ausgabe 1 / 2013
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