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DIVI 1 / 2013, Seite 22, Wissenschaft

H. C. Müller-Busch

Palliativmedizin und Sterben auf der Intensivstation – kein Widerspruch

Palliative care and dying in intensive care – no contradiction

Intensivstationen gehören zu den Bereichen, wo in Krankenhäusern besonders häufig und oft wiederholt die letzte Lebenszeit verbracht wird. Die hohe Morbidität und Mortalität dieser Intensivpatienten bedeutet auch, dass bei fast allen palliative Bedürfnisse bestehen. Zwischen 2 und mehr als 10 % aller Sterbenden befinden sich bis zum Tod in intensivmedizinischer Behandlung und sterben auf der Intensivstation. Lebensqualität und die Bestimmung von Behandlungszielen sind Fragen, die im Spannungsfeld von medizinischen Möglichkeiten, sozialen Interessen, gesellschaftlichen Prioritäten und individuellen Erwartungen bzw. Vorstellungen zunehmend bedeutsamer werden. Im Grenzbereich zwischen Leben und Sterben bestehen häufig Probleme und Konflikte, die Orientierung benötigen: Es geht darum zu entscheiden, welche Prioritäten im Hinblick auf Lebensqualität und Lebensverlängerung gesetzt werden oder aber, den Tod zuzulassen und das Sterben würdig zu gestalten. Die frühzeitige Integration palliativer Prinzipien in die Notfall- und Intensivmedizin kann nicht nur zu einer verbesserten Lebensqualität und Zufriedenheit von Betroffenen und Angehörigen beitragen; sie senkt auch die Gesundheitskosten, ohne dass die Lebenszeit verringert wird oder die Mortalität steigt.
Intensive care units (ICU) are the places of care in hospital where the last time in life is spent most often and repeatedly. The high mortality and morbidity of these patients also means that in nearly all palliative needs must be considered. Between 2 and more than 10 % of all deaths occur in intensive care. Quality of life and the determination of treatment goals are questions which become increasingly more important in an area of conflict between medical possibilities, social interests, social priorities and individual expectations. In the border line between life and death often problems and conflicts arise where more orientation is needed. Medical decision making in intensive end of life care should be based on effective communication considering the clinical condition, personal values and biographical aspects of the patient in the ICU. Early integration of palliative principles can contribute not only to an improved quality of life and satisfaction of patients and proxies confronted with life limiting illnesses in intensive care. It also reduces health care costs without increasing mortality.

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Ausgabe 1 / 2013
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