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DIVI 1 / 2011, Seite 9, Wissenschaft

S. van Hülst1, S. Alban2, T. von Spiegel1, S. Schröder3

Thromboseprophylaxe auf der chirurgischen Intensivstation

Thrombosis prophylaxis on surgical intensive care units

Alle Intensivpatienten sind als Hochrisikogruppe für die Entwicklung thrombembolischer Ereignisse anzusehen. Diese Komplikation gefährdet das Leben der Patienten, erhöht die Krankenhausliegedauer, steigert die Behandlungskosten und ist dabei doch eine der wenigen Risiken, die durch prophylaktische Maßnahmen auf mehr als die Hälfte reduziert werden können.
Alle Patienten chirurgischer Intensivstationen, die nicht akut blutungsgefährdet sind, sollen neben Basismaßnahmen eine medikamentöse Thromboseprophylaxe erhalten. Dabei ist den niedermolekularen Heparinen (NMH) gegenüber den unfraktionierten Heparinen (UFH) aufgrund der besseren pharmakologischen Eigenschaften der Vorzug zu geben. Zusätzlich sollten physikalische Maßnahmen in Betracht gezogen werden.
Blutungsgefährdete Patienten sollen primär eine physikalische Prophylaxe erhalten. Hier wird ein regelmäßiges Screening der Unterschenkelvenen auf okkulte Thrombosen mittels Dopplersonographie empfohlen.
Abhängig vom Patienten und verwendetem Medikament sind regelmäßige Laborkontrollen zum antikoagulatorischen Monitoring oder Ausschluss einer heparin-induzierten Thrombozytopenie notwendig.
Es fehlen genaue Zahlen zur Einschätzung des individuellen Thromboserisikos und Studien an Intensivpatienten zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Medikamente, Dosierungen und des antikoagulatorischen Monitorings. Ein Problem bleibt auch weiterhin das Nichtvorhandensein eines Antagonisten für die inzwischen gängigen Medikamente.
All intensive care patients are at high risk for the development of thrombembolic events. It threatens patient’s life, prolongs hospitality, increases costs and is still one of the few risks which can be reduced by more than half with prophylactic procedures.
Patients on surgical ICUs who have no acute bleeding problem should receive pharmacological prophylaxis next to basic prophylactic procedures. Low molecular weight heparins (LMWH) are recommended over unfractionated heparins (UFH). In addition lower extremity compression should be considered.
Patients at high risk for bleeding complications primarily receive compression treatment. Screening for occult thrombosis in lower extremity veins by duplex ultrasound is recommended.
Depending on the patient and prescribed medication regular blood tests to monitor anticoagulatory effects or exclude heparin-induced thrombocytopenia are necessary.
There is still a lack of data for the assessment of individual thrombotic risk. Studies on intensive care patients on advantages and disadvantages of certain medication, doses of medication and anticoagulatory monitoring are needed. Another problem is the lack of an antagonist for the majority of anticoagulatory drugs used so far.

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Ausgabe 1 / 2011
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