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DIVI 2 / 2020, Seite 84, Wissenschaft

Jörg C. Brokmann1, Michael Bernhard2, André Gries3

Zentrale Notaufnahme – Entwicklungen und aktueller Sachstand*

Central emergency room – developments and current state of affairs

Zusammenfassung
Die Zentralisierung der klinischen Notfallversorgung hat in den vergangenen Jahren eine schnelle Entwicklung gezeigt und gewinnt sowohl aus gesundheitspolitischer als auch aus ökonomischer und medizinischer Sicht immer mehr an Bedeutung. Dieser Artikel gibt einen aktualisierten Überblick über die Entwicklung der vergangenen Jahre, den aktuellen Stand und versucht einen perspektivischen Ausblick.
Die Anzahl der in Notaufnahmen zu versorgenden Patienten steigt bundesweit von Jahr zu Jahr weiter an. Hier werden in zunehmendem Maße Patienten mit den unterschiedlichsten Symptomen, Beschwerdebildern, Erkrankungen und Verletzungen, verteilt über alle Altersklassen, versorgt. Mediale Berichte über überfüllte Notaufnahmen und lange Wartezeiten sind alltäglich. Die Situation für Akut- und Notfallpatienten ist unübersichtlich: Aus Patientensicht ist nicht immer klar und nachvollziehbar, welcher Versorgungsbereich tatsächlich zuständig ist und wie der zuständige am besten erreichbar ist. Zudem ist im KV-Bereich eine gewünschte zeitnahe Vorstellung häufig auch nicht möglich. Auch sind Bereitschaftsdienstzeiten weder bundes- bzw. landeseinheitlich festgelegt. Dies hat die Politik dazu aufgerufen, neue Lösungswege zu gehen. Die Neustrukturierung der stationären Notfallversorgung ist einer von mehreren Meilensteinen, welcher angegangen wird. Die vorgehaltenen Strukturen werden neu geordnet, und die Notwendigkeit einer transsektoralen Reorganisation der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung hat politische Priorität erlangt. Kooperationen zwischen den versorgenden Bereichen, Anpassung der Kommunikation und Restrukturierung der organisatorischen Abläufe sind Gegenstand der aktuellen Diskussion und Entwicklung. Das sich daraus verändernde Arbeits- und Tätigkeitsfeld hat die Bundesärztekammer dazu bewogen, im Rahmen der Reformierung der Musterweiterbildungsordnung die neue Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ zu etablieren.
Schlüsselwörter
Notfallmedizin; Notfallversorgung; zentrale Notaufnahme; klinische Akut-und Notfallmedizin
Zitierweise
Brokmann JC, Bernhard M, Gries A: Zentrale Notaufnahme –
Entwicklungen und aktueller Sachstand. DIVI 2020; 11: 94–98
DOI 10.3238/DIVI.2020.0094–0098
Summary: The centralization of clinical emergency care has developed rapidly in recent years and is becoming increasingly important from a health policy, economic and medical point of view. This article gives an updated overview of the development of the past years, the current status and tries to give a perspective.
The number of patients to be treated in emergency rooms continues to rise year by year throughout Germany. Patients with a wide variety of symptoms, symptoms, illnesses and injuries are increasingly being cared for across all age groups. Media reports about overcrowded emergency rooms and long waiting times are commonplace. The situation for acute and emergency patients is confusing: From the patient‘s point of view, it is not always clear and comprehensible which care area is actually responsible and how the responsible one can best be reached. In addition, within the system of resident doctors responsible for outpatient care it is often not possible to get the desired date of seeing a doctor. In addition, on-call duty times are not uniformly defined nationally or state by state. This has called on politicians to find new solutions. The restructuring of inpatient emergency care is one of several milestones being tackled. The existing structures are being reorganised and the need for a trans-sectoral reorganisation of emergency medical care for the population has become a political priority. Co-operations between the care sectors, adaptation of communication and restructuring of organisational processes are the subject of current discussion and development. The resulting change in the field of work and activity has prompted the German Medical Association to establish the new additional training course „Clinical acute and emergency medicine“ as part of the reform of the model training regulations.
Keywords: emergency medicine; emergency care; central emergency room; clinical acute and emergency medicine

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Ausgabe 2 / 2020
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