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DIVI 4 / 2019, Seite 158, Wissenschaft

Peter Sefrin1, Michael Reng2

Perspektiven des Notarztmangels

Perspectives of emergency physician shortage

Zusammenfassung
Die Gesetze in Deutschland garantieren jedem Bürger eine ärztliche Behandlung, im Notfall auch durch einen Notarzt. Dem steht ein Mangel an (Not-)Ärzten gegenüber. Es gibt Ansätze, diesen Mangel zu entkräften. Das Notfallsanitätergesetz hat einen Beruf geschaffen, der dem Rettungspersonal mehr Kompetenzen bei der Notfallversorgung gibt, auch heilkundliche Maßnahmen zu ergreifen. Allerdings ist die Befähigung dafür nicht einheitlich geregelt. Von einer klaren Definition der Tätigkeit und Rechtssicherheit kann derzeit nicht gesprochen werden. Die telemedizinische Unterstützung im Rahmen von Netzwerken oder in Form des „Telenotarztes“ ermöglicht eine Verkürzung der klinischen Interventionszeiten und die Möglichkeit für Anweisungen für die Versorgung vor Ort. Der Telenotarzt ist somit nicht Ersatz, sondern Ergänzung des Notarztes. Neu ist die Funktion des Gemeindenotfallsanitäters, der bei unklarem Hilfeersuchen von der Leitstelle eingesetzt wird. Er hat Behandlungs- und Zuweisungskompetenz. Unklar ist, auf welcher
gesetzlichen Grundlage er zum Einsatz kommt.
Summary: German law guarantees medical treatment to every citizen. In emergencies this service includes on-site treatment by emergency physicians. This is in conflict to a progressive shortage of emergency physicians. We report several approaches to counteract this situation. First approach is the legally fixed creation of a new profession of specially educated and skilled paramedics, the “emergency paramedic” (EP) with increased competency in emergency care, including the permission to carry out selected medical interventions. Unfortunately training, delegation and substitution of medical interventions to EPs is not yet consistently regulated. Another approach is telemedical support by certain networks or dedicated „tele-emergency-physicians“ (TEP). This may shorten clinical intervention time and provide early qualified on-site instructions in emergencies. Nevertheless the TEP primarily is not thought to be a substitute but more a supplement to the “real” emergency doctor on site. A third approach is the function of a “community emergency paramedic” (CEP) who is deployed by the rescue center especially in cases of unclear requests for assistance. The CEP compared to the EP has additional treatment skills and assignment competence. However certain legal implications still must be solved.

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Ausgabe 4 / 2019
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