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DIVI 4 / 2013, Seite 128, Wissenschaft

S. Lemmen1

Antibiotic Stewardship – mehr als nur eine infektiologische Visite

Antibiotic Stewardship – more than just an infectious disease ward round

Zusammenfassend wird durch eine adäquate und frühzeitige antiinfektive Therapie bei schweren Infektionen die Letalität gesenkt; dennoch muss vor dem Hintergrund steigender Resistenzen und fehlender wirklich neuer Therapieansätze in den Pipelines der pharmazeutischen Industrie die Gabe von Antiinfektiva rational und streng indiziert gestellt werden. Ergänzend wird in Deutschland eine zunehmende Morbidität und Letalität durch Clostridium difficile Infektionen beobachtet.
In Bezug auf einen adäquaten und dennoch streng indizierten Antibiotikaeinsatz ergänzt ein Antibiotic Stewardship sinnvoll als konzeptioneller Teamansatz den individuellen patientenspezifischen klinisch infektiologischen Ansatz.
Die Implementierung eines ABS-Teams muss durch die gesamte Klinikleitung befürwortet und unterstützend begleitet werden. Die wichtigsten Teammitglieder sind ein klinischer Mikrobiologe, der Apotheker als klinischer Pharmazeut und der klinische Infektiologe mit seiner Konsiliartätigkeit auf Station. Die Auswirkungen sollten durch entsprechende Qualitätsindikatoren im Benchmark-System transparent dargestellt werden. Dass ein solcher konzeptioneller Teamansatz die beschriebenen Ziele erreichen kann, konnte in mehreren Studien gezeigt werden.
In Ergänzung zu US-amerikanischen und anderen europäischen Leitlinien befinden sich deutschsprachige Leitlinien zurzeit in Bearbeitung und werden in Kürze publiziert.
In conclusion due to an appropriate and early antiinfective therapy mortality can be reduced significantly, especially in patients with severe infections. With respect to rising antibiotic resistance, missing new therapeutic options and antibiotic associated C. difficile disease, the indication has to be assessed rigorously.
Thus, Antibiotic Stewardship as a conceptional approach does complete an Infectious Disease Service.
The implementation of an Antibiotic Stewardship must be supported and favored by the medical directors. The most import team players are the microbiologist, the clinical pharmacist and the infectious disease consult. Changes in quality indicators like prescribing behavior of the clinicians should be made transparent in a benchmark system.
In addition to American and European guidelines German recommendations will be published soon.

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Ausgabe 4 / 2013
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