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DIVI 2 / 2018, Seite 72, Wissenschaft

Maria Brauchle1, Tanja Wildbahner2, Damian Chr. Dresbach3

„Dafür bist Du (NICHT) zu klein!“

„Honey, you are (NOT) too young!”

Zusammenfassung: Kinder als Besucher auf einer Intensivstation (ICU) finden in der internationalen Forschungsliteratur wenig Beachtung. Dabei ist es essenziell, dass Kinder erfahren, was mit ihrem nahen Angehörigen geschehen ist, da sich die Wirklichkeit oft weniger dramatisch gestaltet als die Fantasien in den kindlichen Köpfen. Das Pflegepersonal steht den Besuchen von Kindern auf ICUs generell skeptisch gegenüber. Neben Ängsten in Bezug auf nicht einhaltbare Hygienemaßnahmen machen sich Pflegepersonen Sorgen um das seelische Wohl der Kinder beim Anblick eines ICU-Patienten. Gezielte Kommunikation, Aufklärung und Nachbetreuung ermöglichen es jedoch, dass der Besuch von Kindern nicht nur keinen Schaden anrichtet, sondern im Gegenteil zu einem besseren Outcome des Patienten beitragen kann. Wichtig ist es, dem Personal von Intensivstationen Weiterbildungen zum Thema „Kinder als Besucher auf ICUs“ anzubieten, um einer altersgerechten Betreuung gerecht werden zu können und um nebenbei Ängste des Personals im Umgang mit Kindern als Besucher auf ICUs abbauen zu können. Des Weiteren sollten in Zusammenarbeit zwischen Intensivpersonal, Psychologen und Psychotherapeuten sowie Mitgliedern der Kriseninterventionsteams Richtlinien zum Umgang mit Kindern als Besucher auf ICUs ausgearbeitet werden.
Summary: Little evidence exists related to children as visitors in intensive care units (ICUs). However, it is essential that children know what happened to their relative because the reality is often less horrible than the children´s phantasy. ICU staff is skeptical about children who want to visit a relative at the ICU. Besides hygienic measures that may not be adhered, nurses are bothered because of the psychological status of the children when they first see an ICU patient. Specific communication skills, clarification, and aftercare operations lead to a better outcome for both the patient and the child. It is necessary to offer further training for ICU staff related to children as visitors in ICUs that the nurses can guarantee professional care according to the childrens´ age in addition to minimizing their own anxiety when it comes to taking care of children as visitors at an ICU. Additionally, intensive care staff, psychologists and psychotherapists, and members of crisis intervention teams should develop guidelines how to treat children as visitors at ICUs.

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Ausgabe 2 / 2018
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